Zelten im Winter – Was gilt es zu beachten?

Biwakieren bei eisigen Temperaturen ist die Königsdisziplin unter den Outdoor-Begeisterten, kann aber auch für Ungeübte eine tolle Erfahrung sein. Wer jetzt denkt: „Zelten im Schnee? Das machen doch nur Verrückte!“, der irrt sich. Klar, die Anforderungen an die Ausrüstung liegen um einiges höher als im Sommer. Wenn du aber folgende einfache Tipps befolgst, wird auch dein Winterausflug zum unvergesslichen Erlebnis.


1. Das Zelt

Im Winter benötigst du mehr Platz für Schlafsack und Kleider. Das optimale Winterzelt ist deshalb möglichst gross und natürlich wasserdicht. Möchtest du auch darin kochen, kommst du nicht um ein Modell mit grosser Apsis herum. Das Innenzelt sollte schneedicht sein. Damit kein Schnee zwischen Innen- und Aussenzelt gelangt, muss das Aussenzelt bis an den Boden reichen. Dies erfordert wiederum eine besonders gute Belüftung im oberen Zeltbereich.


2. Der Schlafsack

Natürlich muss der Schlafsack im Winter wesentlich wärmer sein als im Sommer. Darüber hinaus gibt es weitere Tipps zu beachten. Wir empfehlen in jedem Fall ein Seideninlet. Dieses wirkt temperaturausgleichend und sorgt dafür, dass man weniger schwitzt und friert. Zudem sorgt es für ein wohliges Schlafgefühl, ist leicht zu waschen und verlängert die Lebensdauer deines Schlafsacks.


3. Kleidung während dem Schlafen

Hier kommt das viel zitierte „Zwiebelprinzip“ zum Einsatz. Mehrere übereinander liegenden Schichten halten dich schön warm. Aber Achtung: Zu viele Schichten wirken kontraproduktiv, da die Luft zwischen den einzelnen Kleidungsstücken nicht mehr ausreichend zirkulieren kann. Auf der sicheren Seite bis du mit passender Funktionsbekleidung, Isoweste und Daunenjacke.


4. Die Isolationsmatte

Die Isomatte sorgt nicht nur für einen weichen Untergrund. Sie sorgt vor allem dafür, dass die Kälte vom Boden nicht bis zu dir dringt. Eine wintertaugliche Matte sollte ausreichend dick sein und idealerweise einen R-Wert (Isolationswert) von über 3.5 aufweisen. Die Sea to Summit Comfort Deluxe Matte ist eine selbstaufblasende Schlafmatte in Luxusausführung. Wir empfehlen zur Sicherheit eine klassische Matte mitzuführen, falls die aufblasbare Matte ein Loch hat. Denn der beste Schlafsack ist nur so warm, wie die darunterliegende Isomatte.


5. Wärmende Helfer

Ist es trotz der richtigen Kleidung und Isomatte zu kalt im Schlafsack, kann man mit einer Wärmeflasche Abhilfe schaffen. Hierfür Wasser mit dem Gaskocher erhitzen, in eine Trinkflasche oder das Trinksystem füllen und es mit in den Schlafsack, vorzugsweise zu den Füssen, packen. Für den zusätzlichen Wärme-Kick sorgen Thermoskanne, Wollmütze und Handschuhe.


Du kannst dir immer noch nicht so richtig vorstellen, warum Zelten im Winter schön sein soll? Dann schau dir dieses Video an.