
VOR DEM KAUF
Es ist essentiell, auf die passende Ausrüstung zu achten und den Schlafsack deinen Schlafgewohnheiten und dem Einsatzgebiet entsprechend auszuwählen. Folgende Faktoren sind hier besonders wichtig:
Temperatur: Welchen Temperaturbereich soll der Schlafsack abdecken? Die meisten Modelle verfügen über klar definierte Angaben zur Temperatur, bei welchen der Schlafsack sorglos verwendet werden kann, ohne dass du nachts frieren musst. Dabei gilt folgende Regel: Im Komfortbereich schläft eine standardisierte Frau (1.60m / 60kg) gerade noch komfortabel, ohne zu frieren. Dasselbe gilt im Grenz- respektive Limitbereich für den standardisierten Mann (1.73m / 70kg). Im Extrembereich ist die durchschnittliche Frau starker Kältebelastung ausgesetzt, es besteht ein erhebliches Unterkühlungsrisiko. Vergiss nicht, dass auch schlafsackunabhängige Einflüsse wie das Sättigungsgefühl, feuchte Kleidung und natürlich die Isolationsfähigkeit deiner Schlafunterlage eine beträchtliche Rolle spielen.
Form: Ist dir als unruhige:r Schläfer:in Bewegungsfreiheit enorm wichtig, oder bevorzugst du als Rückenschläfer:in ein kompaktes Wärmegefühl? Ein Schlafsack in Deckenform lässt sich seitlich ganz öffnen, weshalb du ihn auch bei wärmeren Temperaturen als kuschelige Decke verwenden kannst. Der Mumienschlafsack ist enger geschnitten und wird zu den Füssen hin schmaler, was eine bessere Isolierung gewährleistet. Eine Zwischenlösung stellt der Quilt dar. Dieser ist zur Rückenseite hin geöffnet und wird mit Straps an deiner Schlafunterlage fixiert. Verwende dabei unbedingt eine Matratze, welche über einen angemessenen R-Wert verfügt – schliesslich fehlt dir am Rücken die isolierende Schicht des Schlafsacks.
Gewicht und Packmass: Bist du viel und lange zu Fuss oder auf dem Bike unterwegs oder verwendest du deinen Schlafsack mehrheitlich im Campingurlaub? Je nach Einsatzzweck ist das Gewicht des Schlafsacks von entscheidender Bedeutung. Schlafsäcke für kalte Temperaturen sind aufgrund ihrer reichlichen Füllung in der Regel schwerer. Das Gleiche gilt für Deckenschlafsäcke, deren Packmass grösser und deren Gewicht schwerer ausfällt. Ein Quilt ist hier auch interessant, da er durch die Aussparung auf der Rückseite deutlich leichter ausfällt.
Material: Daunen- oder doch Kunstfaserfüllung? Schwierige Frage! Schliesslich bietet beides klare Vor- und Nachteile.
Daune | Kunstfaser |
+ geringes Gewicht, hohe Wärmeleistung, minimales Packmass, langlebig | + kurze Trocknungszeiten, geringe Feuchtigkeitsabnahme (hält auch in nassem Zustand warm), preiswert |
- empfindlich gegen Feuchtigkeit, Daunenverlust im Verlauf der Zeit, teuer, trocknet langsam | - höheres Gewicht, grösseres Packmass, weniger dampfdurchlässig als Daune |
WASCHEN
Genau wie deine restliche Outdoor-Ausrüstung braucht auch dein Schlafsack die richtige Pflege. Doch darf man seinen Schlafsack waschen? Und was gibt es dabei zu beachten?
Bevor du deinen Schlafsack wäschst, solltest du ihn auf abgenutzte Stellen überprüfen und Beschädigungen reparieren. Flicke Löcher und Risse, wie du es bei einer Daunenjacke tun würdest. Danach kannst du sämtliche Druckknöpfe, Klett- und Reisverschlüsse schliessen und alle Schnürzüge lockern.
Kunstfaserschlafsack
Vor dem Waschen: Lese das Etikett mit den Angaben zur Pflege, schliesse alle Verschlüsse wie oben vermerkt, öffne die Schnürzüge und drehe deinen Schlafsack auf links, also mit der Innenseite nach aussen.
Handwäsche: Die Badewanne mit warmem Wasser (ca. 30 Grad) füllen und das Waschmittel nach Anleitung dazugeben. Den Schlafsack in die Wanne legen und das Ganze sanft einmassieren und danach wirken lassen. Sei dabei vorsichtig, bei zu festem Kneten oder Auswringen können feine Nähte aufgehen. Verwende keinen Weichspüler oder Bleichmittel. Zum Schluss das Waschmittel gründlich ausspülen. Wie du deinen Schlafsack trocknest, erfährst du weiter unten.
Waschmaschine: Maschine auf 30 Grad und Schonwaschgang einstellen. Verwende Funktions- oder Feinwaschmittel und verzichte auf Weichspüler und Bleichmittel. Lasse den Schlafsack nach dem Waschen in weiteren Spülgängen laufen, damit keine Waschmittelrückstände im Schlafsack zurückbleiben. Zum Schluss den Schlafsack mit 400 bis 600 Umdrehungen schleudern, um die Trocknungszeit zu verkürzen.
Vermerk zur Waschmaschine: Auch wenn das Etikett deines Schlafsacks vom Waschen in der Waschmaschine absieht, wird dein Schlafsack das gelegentliche Waschen in der Maschine problemlos überstehen. Vorausgesetzt, du wählst ein Programm wie Fein- oder Wollwäsche mit tiefer bis mittlerer Schleuderdrehzahl (max. 800 U/min.).
Daunenschlafsack
Vor dem Waschen: Lese das Etikett mit den Angaben zur Pflege, schliesse alle Verschlüsse wie oben vermerkt, öffne die Schnürzüge und drehe deinen Schlafsack auf links, also mit der Innenseite nach aussen.
Handwäsche: Die Badewanne mit ausreichend warmem Wasser (ca. 30 Grad) füllen und das Daunenwaschmittel dazugeben. 20-30 Milliliter sollten ausreichen. Den Schlafsack in die Wanne legen und das Ganze sanft einmassieren und danach wirken lassen. Sei dabei vorsichtig, bei zu festem Kneten oder Auswringen können feine Nähte aufgehen. Verwende keinen Weichspüler oder Bleichmittel. Zum Schluss das Waschmittel gründlich ausspülen. Wie du deinen Schlafsack trocknest, erfährst du weiter unten.
Waschmaschine: Maschine auf 30 Grad und Schonwaschgang einstellen. Verwende ein spezifisches Daunenwaschmittel und verzichte auf Weichspüler und Bleichmittel. Lasse den Schlafsack nach dem Waschen in weiteren Spülgängen laufen, damit keine Waschmittelrückstände im Schlafsack zurückbleiben. Zum Schluss den Schlafsack mit 400 bis 600 Umdrehungen schleudern, um die Trocknungszeit zu verkürzen.
Vermerk zur Waschmaschine: Auch wenn das Etikett deines Schlafsacks vom Waschen in der Waschmaschine absieht, wird dein Schlafsack das gelegentliche Waschen in der Maschine problemlos überstehen. Vorausgesetzt, du wählst ein Programm wie Fein- oder Wollwäsche mit tiefer bis mittlerer Schleuderdrehzahl (max. 800 U/min.).
TROCKNEN
Es gibt zwei Arten, wie du deinen Schlafsack nach dem Waschen trocknen kannst.
Trocknen an der Luft: Egal, aus welchem Füllmaterial dein Schlafsack gefertigt ist – Das Trocknen an der Luft ist mit allen Schlafsäcken problemlos umsetzbar. Doch bevor du deinen Schlafsack zum Trocknen aufhängst, solltest du ihn zuerst abtropfen lassen. Lege den Schlafsack dafür in eine Badewanne, oder breite ihn auf einem Wäscheständer aus (beachte, dass der darunterliegende Boden nass werden kann). Am besten stellst du den Wäscheständer draussen an einem geschützten Ort auf, ohne dass der Schlafsack dabei direkte Sonneneinstrahlung erfährt. Schüttle und wende deinen Schlafsack alle paar Stunden, bis er trocken ist.
Wichtig: Hänge deinen Schlafsack nie einseitig auf – Nähte könnten reissen und die Füllung könnte sich ungleich verteilen.
Trocknen im Trockner: Wenn es eilt, kannst du den Schlafsack auch im Wäschetrockner trocknen. Lasse deinen Schlafsack aber dennoch mindestens 48 Stunden lufttrocknen, bevor du den Schlafsack in den Trockner gibst, und wähle eine niedrige Temperatur, und – wenn möglich – den Schongang. Zusätzlich kannst du Tennisbälle in die Trommel geben. Das hilft, das Füllmaterial wieder aufzubauschen.























































