
FÜNF FERNWANDERUNGEN IN DER SCHWEIZ
Die Schweiz lockt mit einer Vielzahl faszinierender Fernwanderwege, die durch malerische Landschaften führen. Das Wandern über längere Strecken erfreut sich aktuell grosser Beliebtheit. Egal, ob du Wanderspezialist:in bist oder gerade erst mit dem Fernwandern beginnst – OCHSNER SPORT hat fünf erstklassige Routen für dein nächstes Outdoor-Erlebnis ausgewählt. Tauche ein in die Schönheit der Natur und erlebe unvergessliche Abenteuer auf den schönsten Wanderwegen der Schweiz!
DER WALDSTÄTTERWEG
Ausgangspunkt:
Dein Startpunkt liegt im Ort Brunnen (Kanton Schwyz), direkt am Ufer des Vierwaldstättersees. Von hier aus beginnt die Entdeckungsreise auf dem Waldstätterweg, der dich einmal rund um den See führt – mit Ziel Rütliwiese, dem geschichtsträchtigen Ursprungsort der Schweiz. Wenn du den Weg der Schweiz anhängst, umrundest du den gesamten See und verlängerst dein Erlebnis um zwei weitere Etappen.
Weg:
Der Waldstätterweg ist der perfekte Mix aus Natur, Kultur und Geschichte. Auf rund 115 Kilometern wanderst du entlang aller Arme des Vierwaldstättersees – von städtischen Promenaden in Luzern über ruhige Uferwege bis zu aussichtsreichen Bergpfaden, wie etwa dem Felsenweg am Bürgenstock. Du durchquerst charmante Dörfer, geschichtsträchtige Orte und kannst dabei die Innerschweiz ganz neu entdecken – zu Fuss, mit Weitblick und ganz in deinem Tempo. Ob als mehrtägiges Abenteuer oder in einzelnen Tagesetappen: Der Weg bietet immer wieder neue Perspektiven auf eine der schönsten Seelandschaften der Schweiz.
Schwierigkeit nach SAC Stufe:
T1–T2 (Wandern / einfaches Bergwandern)
Distanz:
≈ 115 km (optional +20 km mit Weg der Schweiz)
Höhenmeter:
stark variierend je nach Etappe, meist moderat
Zusatzinfo:
Die Tagesetappen liegen zwischen 4 und 6.5 Stunden Gehzeit. Die Route eignet sich ideal für kulturell und landschaftlich interessierte Wanderinnen und Wanderer, die nicht nur Strecke machen, sondern auch geniessen möchten. Unterwegs gibt’s viele Gelegenheiten für Pausen mit Seesicht, geschichtliche Entdeckungen und kulinarische Highlights in kleinen Dörfern.
VIARHENANA
Ausgangspunkt:
Die ViaRhenana beginnt im Ostschweizer Ort Romanshorn am Bodensee (Kanton Thurgau). Von hier aus folgst du einer der ältesten Wasserstrassen der Schweiz entlang des Untersees und Hochrheins – vorbei an historischen Städten, eindrucksvollen Landschaften und kulturellen Highlights bis nach Basel.
Weg:
Auf rund 170 Kilometern führt dich die Route immer dem Wasser entlang – vorbei an Stromschnellen, Auen, Wäldern und Naturschutzgebieten, durch charmante Städte wie Stein am Rhein, Schaffhausen und Rheinfelden. Du entdeckst Kurorte, das UNESCO-Weltkulturerbe Insel Reichenau, den Rheinfall sowie zahlreiche historische Spuren entlang der schweizerisch-deutschen Grenze. Das Besondere: Die Tour lässt sich flexibel gestalten – du kannst sie zu Fuss wandern, mit dem Fahrrad fahren oder per Schiff zurücklegen. Besonders lohnenswert sind die Etappen per Boot, z. B. zwischen Konstanz und Schaffhausen oder zwischen Rheinfelden und Basel.
Schwierigkeit nach SAC Stufe:
T1 (Wandern)
Distanz:
≈ 170 km
Höhenmeter:
überwiegend flach, kaum nennenswerte Steigungen
Zusatzinfo:
Die ViaRhenana ist ideal für mehrtägige Touren, lässt sich aber auch sehr gut in einzelnen Etappen erleben. Dank guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr bist du äusserst flexibel – egal ob du deine Wanderung unterbrechen, abkürzen oder in umgekehrter Richtung starten willst. Diese Route ist ein Muss für alle, die Wasser, Kultur und entspannte Bewegung kombinieren möchten.
BERNINA TREK
Ausgangspunkt:
Die klassische Route des Bernina-Trek startet im Engadin, typischerweise in Pontresina (Kanton Graubünden). Von dort geht es in mehreren Tagesetappen durch hochalpine Landschaften Richtung Süden ins Val di Campo im Puschlav – vorbei an eindrucksvollen Gletschern, Bergseen und majestätischen Gipfeln.
Weg:
Diese Variante richtet sich an geübte Wanderinnen und Wanderer mit guter Kondition. In 7 Tagesetappen von je 8 bis 10 Stunden durchquerst du Wälder, saftige Alpwiesen, aussichtsreiche Bergübergänge und bewegst dich oft direkt an den Gletschern vorbei – stets in beeindruckender Nähe zu den Riesen Piz Palü und Piz Bernina. Die Route bringt dich mitten ins Herz der Bündner Hochalpen, bevor sie im idyllischen Val di Campo endet.
Falls du einzelne Etappen auslassen oder abkürzen möchtest, stehen dir Bergbahnen, die Rhätische Bahn oder das Postauto zur Verfügung. Auch einzelne Abschnitte der Route lassen sich unabhängig voneinander wunderbar erwandern.
Achtung:
Du bist auf SAC-Hütten angewiesen! Diese müssen geöffnet sein, um die Fernwanderung wie geplant durchführen zu können. Bei Etappe 3 gibt es die Möglichkeit, die Gondel zu nehmen.
Schwierigkeit nach SAC Stufe:
T3–T4 (anspruchsvolles Bergwandern)
Distanz:
ca. 100–120 km (je nach Variante)
Höhenmeter:
mehrere Tausend – sowohl Auf- als auch Abstieg pro Etappe möglich
Zusatzinfo:
Der Bernina-Trek ist nicht nur eine körperliche Herausforderung, sondern ein alpines Gesamterlebnis – mit spektakulären Panoramen, einsamen Tälern und kulturellen Highlights. Wer Natur pur und Nähe zu den grossen Gletschern sucht, kommt hier voll auf seine Kosten. Unterkunftsmöglichkeiten finden sich in SAC-Hütten, Berghäusern oder kleinen Hotels entlang der Route.
GRAND TOUR DES VANILS
Ausgangspunkt:
Die Grand Tour des Vanils beginnt in Charmey (Kanton Freiburg) und führt in 11 Etappen durch den Regionalen Naturpark Gruyère Pays-d’Enhaut – eine der schönsten voralpinen Landschaften der Westschweiz. Die Route kann auch in umgekehrter Richtung begangen oder etappenweise individuell gestaltet werden.
Weg:
Diese Wanderung richtet sich an gut ausgerüstete, erfahrene Bergwander:innen, die das Mittelland und die Vor-Alpen hautnah erleben möchten. Zwischen Freiburg und dem Waadtland verläuft die abwechslungsreiche Route durch tiefe Täler, über aussichtsreiche Grate und vorbei an traditionellen Dörfern. Besonders reizvoll sind die Stopps in Berghütten, Alpweiden und kleinen Gemeinden, wo du nicht nur zur Ruhe kommst, sondern auch lokale Spezialitäten entdecken kannst. Die markierte Route bietet Flexibilität: ob komplett oder etappenweise – jede Teilstrecke ist ein kleines Abenteuer.
Hüttenübernachtungen (zwingend notwendig):
Etappe 1: Charmey – Brecca
Übernachtung in der Cabane de Brecca, keine Alternativen in der Umgebung.Etappe 2: Brecca – Chalet du Soldat
Übernachtung im Chalet du Soldat, Reservation empfohlen.Etappe 3: Chalet du Soldat – Les Marindes
Übernachtung in der Cabane des Marindes, abgelegen – Reservation zwingend.Etappe 10: Montbovon – Bounavau
Übernachtung in der Cabane de Bounavau, einzige Unterkunft vor Ort.
Schwierigkeit nach SAC Stufe:
T2–T3 (Bergwandern)
Distanz:
ca. 160 km
Höhenmeter:
mehrere Tausend auf- und abwärts insgesamt (variierend je nach Etappe)
Zusatzinfo:
Die Tour ist besonders im Frühling bis Herbst beliebt. Sechs der elf Etappen liegen im Kanton Freiburg, fünf im Waadtland. Alle Etappen sind gut beschildert und lassen sich problemlos an das eigene Tempo anpassen. Wer es ruhiger angehen möchte, kombiniert Wanderung und Nahverkehr – besonders in Ortschaften wie Montbovon, Rossinière oder Château-d’Oex bestehen gute Anschlüsse.
LA STRADA ALTA
Ausgangspunkt:
Die Strada Alta beginnt in Airolo (Kanton Tessin) am Fuss des Gotthardpasses und führt auf rund 45 Kilometern hoch über dem Talboden der Leventina bis nach Biasca. Sie verläuft auf der sonnigen linken Talseite und ist durchgehend als Bergwanderweg („weiss-rot-weiss“) markiert.
Weg:
Die Tour besteht aus vier Tagesetappen und führt dich durch eine faszinierende Kulturlandschaft – von den würzigen Bergwäldern mit Harzduft bis hin zu den Kastanien- und Akazienhainen der südlichen Bassa Leventina. Auf dem Höhenweg wanderst du durch malerische Dörfer mit typischen dunklen Holzhäusern, kleinen Kirchen und traditionellen Tessiner Rustici. Highlights sind u.a. der Ritomsee, der Passo Forca und die aussichtsreichen Sonnenhänge oberhalb des Tals. Die Wanderung verbindet Natur mit gelebter Geschichte – vom bäuerlichen Leben vergangener Zeiten bis hin zu alpiner Baukultur.
Schwierigkeit nach SAC Stufe:
T2 (Bergwandern)
Distanz:
ca. 45 km
Höhenmeter:
ca. 1'900 aufwärts und 2'400 abwärts (gesamt über alle Etappen)
Zusatzinfo:
Die Etappen sind durch gute Postauto-Verbindungen erschlossen, was flexible Routenplanung erlaubt. Besonders schön im Frühling oder Herbst, wenn die Farben in den Wäldern leuchten und die Dörfer ruhig und authentisch wirken. Wer mag, kann auch nur Teilstrecken wandern – der Weg ist überall gut erreichbar.

































